PDF Drucken E-Mail

Referat für Politische Bildung

 Das Referat für politische Bildung des AStA setzt sich für die Entwicklung kritischer Wissenschaft und Forschung an der Fachhochschule Wiesbaden und darüber hinaus ein.

Viele kritische gesellschaftstheoretische, kulturtheoretische oder naturwissenschaftliche Ansätze tauchen in den Veranstaltungen der Hochschule gar nicht erst auf oder werden nur am Rande erwähnt. Statt dessen wird die ,,Kritik" oft auf das Überprüfen erzielter Forschungsergebnisse innerhalb bestimmter theoretisch-epistemologischer Rahmen reduziert, ohne diese jedoch selbst kritisch zu hinterfragen. Die damit blind reproduzierten Begriffe, Kategorien und Ideen prägen letztendlich das Verständnis der Gesellschaft über sich selbst - kritische Selbstreflexion bleibt systematisch ausgeklammert.

Wir wollen aber nicht einfach das wiederkäuen, was ohnehin in der Hochschul- und Medienöffentlichleit allgegen wärtig ist, sondern vor allem kritischen und in der Öffentlichkeit unterrepräsentierten Positionen ein Forum bieten. Derzeit finden im Bereich der Hochschulen fundamentale Veränderungen statt. In Zeiten der neoliberalen Globalisierung werden Politik, Gesellschaft und Wirtschaft den Prinzipien der ,,Wettbewerbsfähigkeit" unterworfen. Unter dem Motto ,,es gibt keine Alternativen" wird konsequent eine neoliberale Strategie der Liberalisierung, Deregulierung und Privatisierung durchgesetzt, in deren Folge Sozialpartnerschaften gekündigt, öffentliche Güter privatisiert und Arbeit prekarisiert wird. Der Markt wird zunehmend als alleinige Regelungsform in immer mehr Bereichen des gesellschaftlichen Lebens anerkannt und sogar gefördert.

Von den Folgen dieser Politik und der mit ihr einhergehenden Verschärfung sozialer Ungleichheit ist die überwiegende Mehrheit der Menschen betroffen, auch die Studierenden. Gleichzeitig sind diese Entwicklungen keinesfalls auf den nationalen Rahmen beschränkt, sondern es handelt sich im Gegenteil um internationale Entwicklungen mit globalen Auswirkungen. Alternative politische Ideen und Konzepte finden in der gesellschaftlichen Debatte, in den etablierten Medien und in den öffentlich geführten Diskursen wenig bis gar keinen Platz. Wir verstehen unsere Arbeit nicht als Ersatz für fehlende Inhalte im Lehrangebot der Hochschule, sondern als kritischen Kommentar zu Entwicklungen in Hochschule und Gesellschaft. Ziel des Referats ist es, eine kritische Bildungsarbeit in emanzipatorischer Absicht zu betreiben.

Die Arbeit des Referats für politische Bildung umfasst:

Organisation von Vorträgen und Veranstaltungsreihen zur neuen kritischen Forschung aus unterschiedlichen Disziplinen

Unterstützung von autonomen studentischen Seminaren

Wissenschaftliche und publizistische Veröffentlichungen von und für die Studierendenschaft zu kritischen Ansätzen

Organisation und Unterstützung von Veranstaltungen zur Aufklärung über die aktuellen und historischen gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Zusammenhänge mit folgenden inhaltlichen Schwerpukten:

Demokratie, Grundrechte und Menschenrechte
Geschlechterpolitik
Antifaschismus / Antirassismus
Arbeit und Soziales
Wissenschaftskritik
Internationales und Globalisierungskritik


 

Kontakt:

E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.